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Medienübergreifendes Publizieren – Voice, das „fünfte Element“?

Internet und Telefonie verschmelzen zunehmend – in Richtung IP-basierter Dienste: Die Netze des Internets, die Telefonnetze und ab 2007 auch der Mobilfunk senden und empfangen Datenpakete, egal ob darin Audio, Video oder Text transportiert wird. Zugleich setzen sich in vielen Bereichen Flat-Rates durch ? z.B. bietet E-Plus eine Sprach-/Daten-Flat für 50,- EUR/Monat im BASE-Tarif an.

Content- und Applikationsanbieter bereiten sich darauf vor, ihre Inhalte medienneutral vorzuhalten, damit sie der Endverbraucher unabhängig vom Zugangstool und von den Kosten konsumieren kann. Sie suchen nach konvergenten Lösungen für IP-basierte Endgeräte, denn spätestens, wenn vom Computer über den Fernseher bis zum (Mobil-) Telefon alle Endgeräte IP-basiert sind, wird der Endverbraucher endgeräteunabhängig darüber entscheiden, wie und auf welchem Gerät er den angebotenen Content konsumiert.

Entsprechend benötigen Redaktionen Tools, die ihnen erlauben, ihre Inhalte nur einmal in eine Datenbankanwendung einzupflegen, sie aber beliebig im Web, per WAP, als SMS/MMS oder als Sprachanwendung zur Verfügung zu stellen. Unabhängig vom Datenformat sollen die nur einmal vorgehaltenen Inhalte von Internetbrowsern, WAP-Browsern, Fernsehern, PDA/SmartPhones oder TTS-Systemen verarbeitet werden können. Verschiedene Anbieter setzen derzeit Lösungen um, die Content Management Systemen (CMS) den Sprachkanal hinzufügen und erlauben, die vorhandenen Datenbankinhalte auch in Sprachanwendungen verfügbar zu machen: Eine zusätzliche Applikationsebene und Schnittstellen für Web-Services machen Inhalte aus dem CMS als Sprachanwendung darstellbar ? Internet, Sprache und Daten werden schließlich auch in dem Endgerät verfügbar, das jeder überall dabei hat ? im Telefon.

Voice ist die Klammer, die die zukünftige konvergente IP-Welt umschließt ? in einer Welt konvergenter IP-Netzwerkinfrastrukturen kann das Telefon zur konventionellen Mensch-zu-Mensch-Kommunikation ebenso genutzt werden wie als sprachgesteuerter Dienst oder als Sprachsteuerung für verschiedenste Endgeräte (wie z.B. dem Fernseher oder der Movie-Download-Settopbox).

Medienübergreifendes Publizieren bietet den Content- und Applikationsanbietern also neue, spannende Marktchancen: Einerseits eröffnen sich durch die Bereitstellung von Inhalten und Diensten (aus einem CMS) im Sprachkanal neue Zielgruppen, die bisher nicht erreichbar waren, weil sie z.B. das Internet gar nicht nutzen. Zum anderen werden aber auch neue Produkte und Dienste möglich: In der Pipeline sind z.B. Handelsinformationssysteme für den Point of Sales, die für jedes Produkt im Supermarkt alle Produktinformationen per Telefonnummer sprachgesteuert verfügbar machen. Oder Anwendungen, die dem Anrufer erlauben, sich am Telefon z.B. aus einem Webangebot die Inhalte zu einem ?Podcast? zusmmenzustellen, der dann automatisch auf das Handy versandt und hörbar gemacht wird.

Was meinen Sie: Wird die technische Entwicklung (zu endgeräteunabhängigen, konvergenten IP-Netzen und CMS, die Inhalte kanalübergreifend bereitstellen) und die Preispolitik (hin zur Sprach-Daten-Flatrate) dem Voice-Business einen neuen Schub geben? Schafft die Möglichkeit, aus beliebigen Daten- und Inhaltsbeständen heraus direkt ins Telefon publizieren zu können, ein neues Anwendungsspektrum für Sprachanwendungen?

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