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Mobile World im Online-Fieber: Verschläft die Voice Branche das Geschäft mit dem mobilen Internet?

Der Mobile World Kongress in Barcelona, das weltgrößte „Klassentreffen“ der Telecoms, Geräte- und Technologieanbieter, steht dieses Jahr ganz im Zeichen des mobilen Internets und mobiler Internetdienste:

Nokia, Samsung und Ericsson trumpfen mit eigenen „iPhones“ auf, die auf eine dem Apple-Telefon vergleichbare Optik und Bedienung setzen, aber zudem alle denkbaren Internetzugangsstandards von HSDPA über WLAN bis UMTS integrieren, um den Nutzern „fast mobile Internet“ zu bieten, wo auch immer sie sich befinden. Denn wie T-Mobile Chef Hamid Akhavan im eigenen Hause sehen konnte, hat sich Apples iPhone – und damit das Thema Usability – zum Treiber für das mobile Internet entwickelt: „Viele Kunden kommen in unsere Filialen und sehen mit dem iPhone, dass das mobile Internet Realität ist“, sagte Akhavan gestern auf dem Mobile World Congress in Barcelona der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Der Weg ist also eingeschlagen, das Mobile Internet wird bald in den Konsumentenmarkt abheben – doch dabei ist Usability der „Key Success Factor“, wie (schon wieder) das iPhone zeigt, dessen Nutzer laut Akhavan eine um das 30fache höhere Internetnutzung haben als die anderer internetfähiger Endgeräte. Auch die neueste Studie zum Mobile Medium, der Praxisleitfaden Mobile Marketing www.absatzwirtschaft.de/mobile-marketing belegt, dass die Webdienstenutzung direkt von der Nutzerfreundlichkeit abhängt.

Die Usability von Handys und Mobilen Diensten ließe sich mit Sprachtechnologie massiv steigern: Suchbegriffe könnten „genannt“ werden, anstatt auf winzigen Tastaturen eingegeben werden zu müssen; die mittlerweile Dutzende Funktionalitäten moderner Telefone könnten per Sprachbefehl aufgerufen werden und die mobilen eMails diktiert statt getippt werden.

Doch nicht nur laut der genannten Studie ist die Bedeutung der Sprachtechnologie im mobile Web derzeit nahe Null, auch in der Berichterstattung über die Mobile World gibt es das Thema nicht. Und deswegen muss ich hier auf die eingangs gestellte Frage zurückkommen:

• Was tut die Voice Branche eigentlich, um an dem ”Boom-Markt Mobile Internetservices“ mitzuverdienen?

• Wieso gibt es immer noch kaum Handys mit richtig guter Sprachsteuerung und –eingabe, die ja gerade im mobilen Intenet der 12er-, aber auch der QWERTZ-Tastatur in vielen Anwendungsfällen weit überlegen wären?

• Warum gibt es in der wachsenden Welt der Mobile Services mit Potenzial im Endkundensegment fast keinen einzigen, der auf Sprachtechnologie basiert?

Ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Mobile Branche die Möglichkeiten der Sprachtechnologie nutzt? Oder fährt der Zug bereits ab und die Voice Branche bleibt zurück?

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