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Voice Search – der Schlüssel für den Erfolg des Mobilen Internets?

Schon einige Jahre ist es her, dass die Mobilfunkprovider ihre Milliarden in UMTS-Lizenzen investiert haben, um den Markt für mobiles Internet zu eröffnen. Seither sind weitere Milliarden in den Ausbau der Netze und in ?Wallet Gardens? wie das i-Mode-Portal (E-Plus), die T-Zones der Telekom und Vodafone-Live gesteckt worden (unter einem ?Wallet Garden? versteht man einen Internetkatalog (ein Portal), in dem ausgesuchte Internetangebote optimiert für die Handynutzung bereitgestellt werden).

Doch die Umsätze aus der mobilen Internetnutzung stehen (bisher) in keinem Verhältnis zu den Investitionen. Um den Übergang aus der Early-Adopter-Phase zum Massenmarkt zu schaffen, versuchen die ?Großen Vier? daher den Übergang vom Katalog-Prinzip des ?Wallet Gardens? hin zum ?Free Surfing? und suchen nach Anwendungen, die so attraktiv sind, dass die Verbraucher mit ihren Handys endlich online gehen.

Ein Schlüssel für den Erfolg der neuen Internetstrategien der Mobilfunkanbieter ist die Internetsuche. Das Internet an sich hat ja keinen Wert; der entsteht für den Nutzer erst, wenn er gezielt Webangebote auffinden kann, die ihm einen Nutzen bringen. Eine effiziente Websuche auf dem Handy ist daher eine für die Mobilfunkprovider ?strategische? Applikation, T-Mobile und Vodafone sind daher Kooperationen mit Google respektive Yahoo eingegangen.

Sie fragen sich, was das mit Sprachtechnologie zu tun hat? Zweierlei:

Zum einen geraten die grafischen Interfaces von Handys bei der Internetsuche an ihre Grenzen ? zum Beispiel ist die Eingabe von Suchanfrage über die Zifferntastatur des Handys schlicht unkomfortabel für alle User, die keine Teenager mehr sind. Hier könnten NLU-Interfaces die Internetsuche per Handy deutlich vereinfachen. Nuance zum Beispiel bietet den Providern die Technologie, ihre Handys entweder durch embedded Technologie, aber auch serverseitig für die Interaktion per Sprachbefehlen tauglich zu machen. Serverseitige Sprachverarbeitung hat dabei zwei Vorteile: ihre Kapazität ist viel größer als bei embedded Systemen, da der Größe der Grammatiken und der Rechenpower beim serverseitigen Betrieb kaum Grenzen entgegenstehen.

Zum anderen wird Sprachverarbeitung zur ?retrieving technology? für Suchergebnisse, da das Internet zunehmend multimedial wird und dementsprechende Technologien für das Durchsuchen von Audio und Video gebraucht werden. Und hier liegt eine gewaltige Chance für die Sprachtechnologie: Sie ermöglicht die Indizierung von Audiodateien und damit ihre Durchsuchbarkeit. ?Audioclipping?, wie es z.B. von Com Vision für das Durchsuchen von Radio- und Fernsehsendungen angeboten wird, wird so zur enabling Technologie für die Suche in multimedialen Inhalten. ?Wer suchet, der findet?, heißt es, und das bedeutet für die Mobilfunkprovider mehr Traffic in ihren UMTS-Netzen: Denn Multimediaabrufe benötigen nun mal exponentiell mehr Bandbreite als Textdateien.

Nicht umsonst hat die 3GSM, die am 12. Februar in Barcelona ihre Pforten öffnet, dieses Jahr Mobile Applications und ?Internet zum Leitthema erklärt. Die Mobilfunkbranche will mit Macht in das Geschäft der ISPs einsteigen und das Internet mobil nutzbar machen. Und die Suche hat dabei eine Schlüsselfunktion.

Sicher werden Mitglieder der VOICE Community die 3GSM besuchen. Wer uns anschließend für ein Interview zur Verfügung steht oder seinen Bericht über die für die Voice Branche relevanten Trends im Forum veröffentlicht, erhält Expertenstatus und kann sein Profil im Expertenverzeichnis der VOICE Community veröffentlichen!

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