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Von Vorwahlen, Mailboxen und Social Webs – Sprachtechnologie nähert sich dem Verbraucher

So unbefriedigend die Ergebnisse der Vorwahlen am Dienstag in den USA für Obama oder Clinton gewesen sein mögen, so spannend fand die Redaktion hingegen eine kleine Meldung in der Financial Times:

SpinVox, manchem Leser vom VOICE Contest bekannt, hat neben seinem Voice-Mail-Dienst, der aus den Nachrichten auf dem Anrufbeantworter SMS oder eMails macht, nun auch einen Medienservice gelauncht:

Der größte US-amerikanische Radiosender setzte die Technologie für die laufende Berichterstattung und Interaktion mit dem Wahlvolk in den 22 Wahlstaaten ein. Die Journalisten sprachen ihre Nachrichtenmeldungen mit dem Telefon direkt in den Nachrichtenüberblick auf der Webseite; die Hörer riefen eine Telefonnummer an, taten ihre Meinungen fernmündlich kund und schon erschien das Gesagte als Text auf dem Screen des Moderators. Der konnte den Inhalt des Anrufes lesen, per Click das Audiofile in die Radiosendung einspielen und den Text gleichzeitig auf der Webseite publizieren.

Auch ein anderes Beispiel zeigt, wie Sprachtechnologie durch sinnvolle Anwendungen Eingang in den Endverbraucher-/Massenmarkt gewinnt: Vodafone Spanien bietet einen Voicemail-to-SMS/eMail-Service bereits kostenpflichtig an und hat sechsstellige Nutzerzahlen, bei Vodafone Deutschland, so hört man unter der Hand, laufe ein Innovationsprojekt zum Thema Voicemail. Bei Apples iPhone ist der Voicemail-to-Text-Service eines der Verkaufsargumente und USPs von AT&T/T-Mobile.

Solche Entwicklungen sind meiner Meinung nach wesentlich für die Akzeptanz von Sprachtechnologie beim Endverbraucher: Einfache Anwendungen, die echten Mehrwert bieten, die funktionieren und so einfach zu bedienen sind, das selbst die sprichwörtliche „Oma“ sie nutzen kann, sind ein wichtiger Treiber für den Einzug von Sprachtechnologie in den Alltag.

Die ersten Anbieter von Social Webs haben dies erkannt und bieten ihren Mitgliedern die sofortige, computerunabhängige Interaktion mittels Voice-2-Blog-Technologie bereits an: So können z.B. die Millionen Mitglieder der online-Communities von Facebook oder Twitter bereits ihre Blogs per Telefon updaten und jederzeit von unterwegs neue Texte eingeben. Das wird einiges dazu beitragen, Sprachtechnologie beim Endverbraucher als „normale“ Schnittstelle zur modernen Informations- und Kommunikationstechnologie zu etablieren, wie das Beispiel LiveJournal, ein Blog für die Bay-Area rund um San Francisco, zeigt: Bereits wenige Monate nach der Einführung des Talk-to-Blog-Dienstes nutzen ihn mehrere 10.000 User der Community.

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