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Merkels Geheimwaffe in der Krise: Kanzlerin will mit iPad Regierungsbilanzen aufpeppen – Experten fordern Bundes-iPads für alle Abgeordneten

 

Angela Merkel: Bald mit iPad?

Angela Merkel: Bald mit iPad?

Wie der SPIEGEL berichtet, habe Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit dem bekennenden iPad-Nutzer Dmitrij Medwedew, Präsident von Russland, endlich ein eigenes iPad bestellt. Dabei stelle das iPad einen wichtigen Baustein von Merkels Regierungsoffensive dar, mit der sich die Kanzlerin für den heraufziehenden stürmischen politischen Herbst wappnen wolle, so das Hamburger Nachrichtenmagazin. Experten warnen die Opposition vor massiven Nachteilen bei den anstehenden politischen Entscheidungskämpfen, wenn diese nicht schnell einen Nachrüstungsbeschluss treffe und fordern daher ein Bundes-iPad für alle Abgeordneten.

Düsseldorf, Berlin, den 16.08.2010 – Laut einer aktuellen Meldung des SPIEGEL Nr. 33/2010 will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Anschaffung eines iPads für die anstehenden politischen Kämpfe um Wehrpflicht, Gesundheitsreform, Afghanistan und Atomkraftverlängerung rüsten. Das Gerät passe sowohl in Merkels Handtasche wie auch unter das Pult der Regierungsbank im Plenum des Bundestages und sei damit ein wichtiger Baustein von Merkels für den Herbst anstehender Sympathie- und Regierungsoffensive, so das Hamburger Nachrichtenmagazin weiter.

Nach Ansicht des Düsseldorfer Medienanalysten, PR-Beraters, Politik-Junkies und seit dem 11. April 2010 auch schwerst süchtigen iPad-Nutzers Sebastian Paulke bliebe der Opposition angesichts des Vorpreschens der Kanzlerin nun nur noch eine sofortige Nachrüstung mit Apples Kult-Tablet, wolle sie nicht zum Opfer des Digital Divides werden: „Wer jetzt weiter stur in der iPad-Diaspora verharrt, riskiert nicht nur den Verlust jeglichen Ansehens als kommunikativer, moderner Bürger, sondern zugleich auch die Wiederwahl im heimischen Wahlkreis“, so der PR-Berater, „da er aufgrund des fehlenden real-time-Feedbacks auf seine parlamentarische Arbeit politische Entwicklung nicht mehr rechtzeitig erkennen und darauf zu reagieren vermag.“

Dies sei insbesondere im Mega-Entscheidungsherbst 2010, in dem die Politik nationale Aufgaben wie die Atomkraftverlängerung, die Gesundheitsreform, den Afghanistankriegsausstieg, die Finanzmarktregulierung etc. lösen müsse, von entscheidendem Nachteil, so der PR-Fachmann: „Politiker, die z.B. vor einer Abstimmung im Parlament keine Möglichkeit haben, aktuelle MaFo-Zahlen abzurufen, mit Bürgern aus dem eigenen Wahlkreis zu chatten oder ein besseres Selbstbildnis auf ihre Facebooks hochzuladen, nehmen das Risiko in Kauf, ihre politischen Entscheidungen ‚inhaltlich‘ begründen zu müssen“, was gleichsam Harakiri bedeute, da Politik heute nicht mehr von Sachanforderungen, sondern primär von Emotionen getrieben sei, die aufzuspüren im Plenum des Bundestages ohne ein iPad sehr schwierig sei.

Idealerweise müsse daher auch die gesamte Regierungsfraktion aus CDU, CSU und FDP mit iPads ausgestattet werden, so Paulke weiter: „Ich fordere alle Parteien auf, einen fraktionsübergreifenden Änderungsantrag für das Grundgesetz ins Parlament einzubringen, nach dem der Besitz eines iPads ebenso zu den unveräusserlichen Privilegien eines Bundestagsabgeordneten gehört wie die Pflicht, dieses Bundes-iPad stets mit sich zu führen und intensiv zu nutzen.“

Denn nur ein iPad für alle Volksvertreter helfe laut SPD-Mitglied Paulke bei der Lösung zweier wichtiger Problemstellungen des Politikbetriebes, die im Zuge der anstehenden schweren Entscheidungen für die Nation dringend gelöst werden müssten: „Sobald alle Abgeordneten erst über ihr persönliches Bundes-iPad verfügen, wird es im Parlament zu spontanen, fraktionsübergreifenden Multiuser-Games per WLAN kommen, mit denen die Abgeordneten der verschiedenen Lager endlich die starren Parteiengrenzen überwinden und emotional begründete Bündnisse schmieden können, die eine Vertrauensbasis und ein Fundament für spätere politische Sachkoalitionen unabhängig von Partei- oder Fraktionsräson schaffen, was angesichts der Bundesratsmehrheitsverhältnisse besonders wichtig ist, um einen Konsens für tragfähige Entscheidungen zu finden.“

Dazu eigneten sich aus Sicht des Spezialisten für Neue Medien und Kanäle insbesondere Apps wie z.B. „Real Racing HD“, bei denen die Abgeordneten mit unerhört realistischen Sportboliden vom Schlage einer Dodge Viper in real-time gegeneinander Rennen fahren können: „So können Aggressionen schnell ab- und Freundschaften bzw. Zockergemeinschaften langfristig aufgebaut werden,“ so Paulke.

Zudem helfe das iPad den im Plenum aufgrund der dort herrschenden Kanalarmut unzumutbar isolierten Abgeordneten auch dabei, durch den Kontakt zur Aussenwelt z.B. beim Chat mit Bürgern aus dem Wahlkreis, beim Surfen bei Infratest- oder IFP Allensbach oder beim Surfen durch die Facebooks des politischen Gegners ihre politische Einsicht zu schärfen und die gewünschten emotionalen Entscheidungen zu treffen. „Bisher stehen den Abgeordneten im Parlament lediglich ihre Mobiltelefone, also der Sprach- und der SMS-Kanal zur Verfügung,“ erläutert Ex-Juso und SPD-Mitglied Paulke, „was im schlimmsten Falle dazu führen kann, dass ein Abgeordneter mangels richtiger Informationen z.B. Sachentscheidungen trifft, die er seinen Wählern nur schwer vermitteln kann.“

Mit einem iPad bewaffnet könne der Parlamentarier hingegen bis zum letzten Moment vor der Abstimmung von Gesetzen Inspiration und Gefühl für eine medienwirksame, richtige Entscheidung treffen und sofort z.B. via Facebook seinen Wählern vermitteln. „Das schafft Bürgernähe und sichert die nächste Wiederwahl“, so die Einschätzung des PR-Profis.

+ www.wortundwelt.de

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